Klinischer Forschungsschwerpunkt Multiple Sklerose (KFSP MS)

Der KFSP MS ist beendet.

Am 31. Dezember 2018 wurde der klinische Forschungsschwerpunkt Multiple Sklerose abgeschlossen. Die Finanzierungsperiode ist ausgelaufen und wir möchten auf diesem Wege der Universität Zürich für ihre Unterstützung in den letzten 6 Jahren danken. Unser Forschungsnetzwerk ist in diesem Zeitraum gewachsen und mittlerweile eng verflochten. Die Kooperationen und laufende Projekten werden weitestgehend fortgesetzt.

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass ein neuer klinischer Forschungsschwerpunkt unter dem Namen "Implementing Precision Medicine in Multiple Sclerosis" von der UZH gefördert wird.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die neue Webseite www.precisionMS.uzh.ch.

Hier finden Sie auch Neuigkeiten und Updates rund um das nims Seminar und neuen Publikationen.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Heterogenität der Multiplen Sklerose - Vom pathogenetischen Phänotyp zu neuen Therapien

Multiple Sklerose ist die häufigste Ursache für Behinderung von jungen Erwachsenen in der westlichen Welt. MS ist eine prototypische Autoimmunerkrankung, wobei das zentrale Nervensystem angegriffen wird und dabei die Myelinscheiden der Nervenzellen beschädigt werden und ihre Reizleitungsfunktion dadurch verlieren und die Nervenzellkommunikation so beeinträchtigt wird.  Daraus folgt, dass verschiedenste neurologische Symptome wie Sehbeschwerden, Gefühlsstörungen der Extremitäten und Sprach- und Kognitionsstörungen auftreten können.


Die MS ist daher, wie der Name es bereits sagt, eine sehr variable (heterogene) Krankheit und ein Verlauf bzw. Prognosen sind für Patienten im Moment nicht vorhersagbar. Dieser klinische Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der Heterogenität dieser Krankheit. Dabei soll mittels bildgebender Techniken und immunologischer Grundlagenforschung biologische Marke identifiziert werden, die eine bessere Charakterisierung des Krankheitsbildes erlauben. Mittels dieser Informationen sollen zukünftig individualisierte und neue Therapieansätze entwickelt werden. Für dieses Ziel arbeiten 9 Gruppen am Universitätsspital, Universität Zürich und ETH Zürich Hand in Hand um ein besseres Verständnis für die Krankheit und ihrer Behandlung zu entwickeln.

Der KFSP MS ist in drei, eng miteinander verknüpfte, Forschungsfelder unterteilt: 1. Analyse der MS Phänotypen mittels bildgebender Verfahren 2. Biologische Grundlagenforschung im Bereich MS/ Pathogenese der MS, 3. Experimentelle klinische Forschung. Der KFSP MS dient als Plattform für neue Kollaborationen und vereint Expertisen, auch aus bis dato MS-fernen Forschungsgebieten.

Forschungsziele:

  • Anwendung moderner Phänotypisierungsalgorithmen basierend auf struktureller Bildgebung, immunologischen, klinischen, neuropsychologischen und -psychiatrischen Parametern
  • Besseres Verständnisses der zugrunde liegenden Pathomechanismen in verschiedenen Phänotypen der Erkrankung
  • Entwicklung neuer Behandlungsansätze (Neuro-/Myelonprotektion, Re-Tolerisierungsansätze) und Untersuchung der Wirksamkeit in proof-of-concept-Studien
  • Schaffung eines international sichtbaren, translationalen Forschungsschwerpunktes zur Multiplen Sklerose am Standort  Zürich